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Spaziergänge durch Prag 6

 

1. Vom Siegesplatz (Vítìzné námìstí) zur Matthiaskirche (Matìj) und nach Baba

2. Auf den Spuren der Vergangenheit und Gegenwart von Bøevnov

3. Vom Weißen Berg (Bílá Hora) nach Petøiny und Veleslavín

4. Vom Tor Písecká brána über Starý Bubeneè nach Podbaba

5. Streifzug durch Hanspaulka und Staré Dejvice

6. Sehenswürdigkeiten und Architektur von Støešovice und Oøechovka

7. Durch das Šárka-Tal von Liboc nach Podbaba

 

Prag 6 in seinen heutigen Grenzen entstand im Jahre 1960 aus den ehemaligen Stadtkreisen 5 und 6, bzw. XVIII a XIX. In der Gegenwart umfasst der Stadtbezirk die Gemarkungen Dejvice, Bubeneè, Bøevnov, Støešovice, Vokovice, Veleslavín und Ruzynì. Prag 6 übt jedoch auch die Staatsverwaltung über die Orte Suchdol, Lysolaje, Nebušice und Pøední Kopanina mit ihren eigenen Gemeindevertretungen aus.

Auf dem Gebiet von Prag 6 gibt es zahlreiche historische Besiedlungskerne, ausreichend dokumentierte und bedeutende archäologische Fundstätten und Baudenkmale. Zwischen den beiden Weltkriegen kam es zu einem ungeheuren Bauboom und namentlich die Viertel Dejvice, Bubeneè und Bøevnov zeugen von der damaligen ungestümen urbanistischen Entwicklung. Prag 6 mit seinem stark gegliedertem Gelände hat einen hohen Anteil an Grünflächen mit zahlreichen Schutzgebieten, vielerorts mit einzigartiger Flora und Fauna. Prag 6 blieb von Schwerindustrie verschont und so beruhte sein wirtschaftliches Leben auf der Gewinnung von Rohstoffen und deren Verarbeitung, auf der Landwirtschaft und namentlich auf dem Weinbau – ja Weinberge gab es in fast allen Teilen von Prag 6. Im Zeitraum zwischen den beiden Weltkriegen und nach 1960 erblühte hier das Hochschulwesen, darüber hinaus siedelten sich auch bedeutende wissenschaftliche Forschungsinstitute in Prag 6 an. In Prag 6 haben auch einige zentrale staatliche Organe, die Vertretungen vieler Staaten aber auch verschiedene kirchliche Einrichtungen ihren Sitz.

Mit seinen Kinos, Theaters, Galerien und Museen, verschiedensten Sporteinrichtungen und seinem vielfältigen Angebot an gastronomischen Einrichtungen bietet Prag 6 unendliche Möglichkeiten zu kulturellen, gesellschaftlichen oder auch sportlichen Aktivitäten.

Um interessierten Besuchern zumindest einige Teile von Prag 6 etwas näher vorstellen zu können, werden nachfolgend 7 Spazierrouten beschrieben, die zu den bedeutendsten Lokalitäten, Denkmalen und Sehenswürdigkeiten führen. Diese Routen mit Anbindung an den ÖPNV führen zumeist auf Wegen mit geringem oder gar keinem Pkw-Verkehr entlang, man kann sie miteinander verbinden oder auch abkürzen, deshalb sind sie auch gut für Familien- und Schulausflüge geeignet. Diese sind aber auch gut für Radwanderer geeignet, die hier ein praktisches Verzeichnis der Radwege und -routen (3) auf dem Gebiet von Prag 6 finden.

Die Charakteristik der einzelnen Etappen ist recht kurz gefasst, denn bei den meisten namhaften Sehenswürdigkeiten oder Naturphänomenen gibt es direkt an Ort und Stelle ausführliche Beschreibungen.

1.Vom Siegesplatz (Vítìzné námìstí) zur Matthiaskirche (Matìj) und nach Baba

Vítìzné námìstí/Siegesplatz, Hochschulgelände, Theologisches Seminar, Villa von Vlasta Burian, alte Gehöfte, St.-Matthias-Kirche samt Friedhof, Villenkolonie und Ruine Baba

Vítìzné námìstí (Siegesplatz) – eines der großen Prager Plätze und der Mittelpunkt von Prag 6; er wurde in den 30er Jahren des 20. Jhd. als Kern des Projekts von Architekt Engel erbaut. Er war der erste Platz in Prag mit Kreisverkehr, anfangs fuhren hier auch Straßenbahnen. Wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Direkt am Platz oder in seiner Nähe siedeln bedeutende Institutionen – der Generalstab, das Verteidigungsministerium, die Stadtbezirksbehörde von Prag 6, Banken, Gesundheitseinrichtungen, etc.

Durch den Park hinter der Metrostation zur ‚Technischen Straße‘ – Technická ulice.
Hochschulgelände – es knüpft ebenfalls an Engels Aufbauprojekt von Dejvice an. Links der ‚Technischen Straße‘ die niedrigere Bebauung aus der Zeit zwischen den Weltkriegen (Chemie, u.a.m.), rechter Hand die Nachkriegsbebauung (Maschinenbau und Elektro) und an der Stirnfront der Straße neuere Bebauung (Bauwesen und Architektur). Auf den großen Flächen vor der Nachkriegsbebauung fanden bis in die 60er Jahre des 20. Jhd. hinein regelmäßig bekannte St. Matthias-Kirmesfeste statt.

Im Abschluss der Technischen Straße – links Erzbischöfliches Seminar mit St.-Adelbert-Kirche und benachbartem, ausgedehntem Masaryk-Studentenwohnheim – vor 1990 dienten all diese Objekte anderweitigen Zwecken (so wurde auch der Kirchenbetrieb eingestellt). In den 90er Jahren wurden Seminar und Studentenwohnheim ihrem ursprünglichen Zweck zurückgeführt, zu dem sie zwischen den beiden Weltkriegen im Zuge des Aufbaus von Dejvice errichtet worden waren.

Hinter dem Seminar, rechts durch die Straße ‚Kadeøávkovskᑠund an ihrem Ende nach rechts auf den von Büschen gesäumten Weg. Kotláøka – einer der zahlreichen ehemaligen Weingüter von Dejvice. Auf dem Weg kommen wir an der Vlasta-Burian-Villa mit Gedenktafel vorbei; etwas niedriger rechts das moderne Gebäude der ehemal. französischen Schule aus der Bebauung zwischen den Weltkriegen und eine Sportanlage anstelle früherer Ziegeleien. Am Ende des buschigen Weges nach links, die steil ansteigende Zenger-Straße zu einer begrasten Anhöhe mit Prag-Panorama hinauf und zum ehemaligen Anwesen Špitálka. Hier gibt es einen Sportplatz – den Schauplatz der sog. Hanspaulka-Liga.

Auf der anknüpfenden Villenstraße mit Kiefernallee bis zu einem kleinen Platz.
Fišerka mit gleichnamigem Gehöft und traditionellen Gasthöfen; diese Lokalität mit einem weiteren Gehöft – Kodymka und dem bekannten Anwesen Hendlùv dvùr wird auch Horní Šárka genannt. Anschluss an Buslinie 131.Die St.-Matthias-Kirche und der anliegende Friedhof waren früher Wallfahrtsort, bis heute ist die Kirche das Wahrzeichen und Symbol von Dejvice. Die Barockkirche wurde 1771 anstelle einer früheren mittelalterlichen Kirche erbaut. Auf dem ausgedehnten Friedhof mit Blick auf das Šárka-Tal liegen zahlreiche berühmte Persönlichkeiten begraben, zum Beispiel Dr. Rašín, Josef Kemr. In der Kirche ist über Weihnachten immer eine bekannte ‚Lebkuchen-Weihnachtskrippe‘ installiert.

Von der Kirche oder der Pfarre durch eine beliebige der Villenstraßen.

Villenkolonie BABA. Sie ist ein bedeutender Beitrag der Vor- und Nachkriegsarchitektur. An die ursprüngliche funktionalistische Bebauung knüpft eine kleine anmutige Villensiedlung aus den letzten Jahrzehnten des 20. Jhd. an. In der älteren Bebauung steht eine ganze Reihe exklusiver Villen im funktionalistischen Baustil. Wir durchlaufen den neueren Teil der Kolonie bis zum Weg über den abstürzenden Hängen über Podbaba, auf diesem geht es zur Ruine Baba an der Stelle einer ehemaligen urzeitlichen Siedlung. Von dieser ‚künstlichen‘ Ruine bieten sich ein spektakulärer Panoramablick auf Dejvice und Bubeneè, Troja mit Zoologischem Garten, die Kaiserinsel (Císaøský ostrov) mit Kläranlage, die Moldau mit ihrer hundertjährigen Schleuse und das Wasserwirtschaftliche Forschungsinstitut. Auch das Panorama des Prager Hradschin ist zu sehen, allerdings ungewohnt, irgendwie ‚verkehrt herum‘. Von der Ruine kann man den gesamten Hügel auf einem markierten Waldweg umlaufen – bis zurück zur Kirche und Fišerka, Busverbindung 131.

Der ganze Spaziergang misst ca. 5 km. Bei ‚Fišerka‘ kann man auf die separate Route ‚Streifzüge durch Hanspaulka‘ anknüpfen.

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2. Auf den Spuren der Vergangenheit und Gegenwart von Bøevnov

Vypich, Ladronka, U Kaštanu, Bøevnov-Kloster, Bach Brusnice, Schlösschen und Gehöfte von Bøevnov, Hotel Pyramida und Strahov-Tunnel, Brahe-Kepler-Statuengruppe, Militärfriedhof

Bøevnov ist eine der ältesten Prager Siedlungen. Seine Entstehung und weitere Entwicklung verdankt es einerseits dem uralten Handelsweg aus Prag nach Westen, andererseits der Gründung des hiesigen Benediktinerklosters. 1907 wurde Bøevnov zur Stadt erhoben, 1923 wurde es in Prag und 1960 in Prag 6 eingemeindet.

Mit Tram-Linie 8 oder 22 zur Haltestelle Vypich, Anhöhe und Kreuzung am Rande von Bøevnov. Entgegen der Anfahrtsrichtung rechts auf dem Parkweg zwischen den Rasenflächen zum
Anwesen Ladronka vom Ende des 17. Jhd., mit Gebäudeensemble rund um den Hof und hohem Walmdach, früher gab es hier Ausflugsgasthöfe und Umspannstationen. Derzeit nicht mehr genutzt. In der Nähe führt ein Kreuzweg entlang, eine Kapelle steht gleich in der Nähe.
Den Pfad über die Rasenfläche bis zum Villenviertel, durch die Gasse Kozlová und rechts durch die Straße Hošálková und links die Vodòanský-Straße (Vodòanského) entlang zur Geschäftsstraße Bìlohorská, von der sich die Bautätigkeit in beide Richtungen entwickelte. An ihrem Ende befindet sich Hausbebauung.

Der Gasthof ‚Hostinec U Kaštanu‘ ist ein denkmalgeschütztes Objekt – einst ein gern besuchter Gasthof am alten Weg nach Westen, später Ausflugs- und Gartenrestaurant, beliebter Treffpunkt und Versammlungsort. 1878 wurde dort die Sozialdemokratische Partei gegründet. Heute, nach seiner Renovierung, ist er Kulturzentrum.

Am Übergang über die Ausfallstraße Patoèkova tøída, in der Talsenke hinter ihr steht die Benediktinische Erzabtei der hl. Margarete (Markéta). Dieses außergewöhnlich wertvolle kirchliche, historische und Kulturdenkmal besuchte 1997 der Papst höchstpersönlich – aus Anlass des tausendjährigen Jubiläums des Märtyrertodes des Klosterbegründers, des hl. Adalbert (Vojtìch). Sein heutiges barockes Aussehen verliehen dem Kloster im 18. Jhd. die Architekten Christoph und Kilian Dienzenhofer. Hinter dem Kloster breitet sich ein weitläufiger Park aus, im Park der Brunnenpavillon Vojtìška über der Quelle des Baches Brusnice.
Auf einem Parkweg unter der Ostflanke des Klostergebäudes rund um den Fischteich zur Markétská-Straße und zum Rande der terrassenförmig angelegten Wohnsiedlung und zur anknüpfenden Radim-Straße (Radimova ulice), die wir bis zu deren Einmündung in die Straße Patoèkova tøída weiter gehen. Unterwegs nicht übersehen:
Rechts an den Hängen über der Patoèka-Straße ein Ensemble von Sozialwohnungen aus der Zeit zwischen den Weltkriegen und Wohnungsbebauung verschiedenster Baustile. Ebenso links am Hang vermischt sich eine neuere Wohnsiedlung mit den Sträßchen alter Mietshäuser und Einfamilienhäusern.

Nach und nach weiter an der Radim-Straße: Die Hochhäuser des Studentenwohnheims und hinter diesen ein ausgedehnter Garten mit Teich und dem Anwesen Kajetánka samt kleinem Schlösschen. Hinter dem einsam stehenden Haus steht die alte Kajetán-Kapelle in Form einer romanischen Rotunde und hinter dem angrenzenden Park mit dem Teich Vincentinum weitere Anwesen – Petynka und gleich daneben Malovanka.Nun entlang der Patoèka-Straße bis zu einer Laufbrücke, die wir überqueren; von dieser bietet sich ein hübscher Panoramablick auf Bøevnov, das Hotel Pyramida und die Ausmündung des Autotunnels von Smíchov.

Auf der anderen Seite angelangt, geht es durch die nahe Parléø-Straße weiter und zwar bis zu deren Ende; an ihrer linken Seite taucht das Gebäude des Gymnasiums auf, in dessen Hof sich die Grundmauern des Hauses befanden, in dem in den Jahren 1599-1601 der Astronom und Mathematiker Tycho Brahe lebte und starb. Vor der Schule steht die Statuengruppe von T. Brahe und J. Kepler – ein Werk des Bildhauers Vajc. Nach links durch die Keplerstraße und wenig später wieder nach links in die Hládkov-Straße, auf deren rechter Seite wir zu einem Parkweg hinab gelangen, der an der mächtigen Burgmauer einer barocken Burg aus dem 17. Jhd. entlang führt. Im 18. Jhd. wurde hier ein später wieder aufgelöster militärischer Friedhof angelegt, manche der in die Mauer eingesetzten Grabsteine blieben jedoch bis heute bewahrt. Nun bummeln wir durch den stillen, völlig vom umliegenden Verkehr isolierten Park, um an seinem Ende, in der Nähe des Depots Støešovice, wieder die Patoèka-Strasse zu betreten. Von hier mit der Tram zur Straße Hradèanská oder zum Siegesplatz (Vítìzné nám.) zurück.

Der kaum anstrengende Spaziergang misst ca. 3 km.

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3. Vom Weißen Berg (Bílá Hora) nach Petøiny und Veleslavín

 

Kirche der Siegreichen Jungfrau Maria, Denkmal der Schlacht am Weißen Berg (Bílá Hora), Toleranz-Friedhof, Wildpark und Lustschloss Hvìzda (Stern), ältere und neue Petøiny samt Windmühle, Schloss Veleslavín und Daniel-Adam-Denkmal

Mit der Straßenbahnlinie Nr. 8 oder 22 zur Endhaltestelle Bílá Hora.
Bílá Hora – eine der höchstgelegenen Stellen von Prag (ca. 380m), benannt nach dem hiesigen weißen Pläner. Neben der Straßenbahnschleife die Anlage der Kirche der Siegreichen Jungfrau Maria. Nach der ‚Schlacht auf dem Weißen Berg‘ wurde hier eine kleine Kapelle errichtet, 1704 folgte der Bau einer Wallfahrtskirche, die noch später um eine Kuppel und Eckkapelle (Santini, Innenfresken von V. V. Reiner) ergänzt wurde. An der gegenüberliegenden Seite das unvollendete Gebäude des Servitenklosters, das im 17. Jhd. zu einem immer noch betriebenen Gasthof umfunktioniert wurde.

Durch die von Einfamilienhäusern gesäumten Straßen Chýòská und Holubická zum Rasenhügel hinauf und hier auf dem anknüpfenden Feldweg zur Gipfeldominante mit einigen Bäumen – zum

Denkmal der Schlacht am Weißen Berg, das 1920 aus Anlass des 300-jährigen Jubiläums der Schlacht vom Sokol-Gau errichtet wurde. Hervorragender Aussichtspunkt.

In gleicher Richtung auf dem abschüssigen Feldweg bis zur Straße Pod mohylou hinab, auf dieser 200m nach rechts und durch die ‚Gartenstraße‘ (Zahradní ulièka) nach links zur Huberstraße abbiegen, an deren linken Seite der
Toleranz-Friedhof – der 1781 zur Beerdigung von Nichtkatholiken gegründet wurde, 1848 wiederum Studententreffen zum Gedenken der Krieger am Weißen Berg. Heute pietätvoll hergerichtet, eine nähere Beschreibung am Eingang. Blick auf Liboc und Ruzyò und den mächtigen Komplex des zu Zeiten der Okkupation aber auch nach 1948 berüchtigten Gefängnisses.
Nun geht es auf der Huber- und der Duchcovská-Straße bis zu deren Ende und von hier nach links auf dem abschüssigen Feldweg zur Seitenpforte des Wildparks Hvìzda (Stern) hinab. Diese Stelle wird Svìtlièka genannt – angeblich weigerten sich hier die mährischen Truppen in der Schlacht am Weißen Berg, ihre Waffen zu strecken.

Wir betreten den Wildpark durch die Pforte, hinter der Mauer geht über eine kleine Brücke und auf einem der Parkwege zum Lustschloss hinauf.
Lustschloss und Wildpark Hvìzda (Stern) – das Wildgatter wurde um 1535 anstelle eines Wäldchens gegründet, das in Besitz des Klosters Bøevnov war. Das gesamte Wildgatter samt Schlachtfeld und Grabmal wurde zum Nationalen Kulturdenkmal erhoben und die hiesige Natur auf 84 ha zum Schutzgebiet erklärt. Das Lustschloss wurde in der Mitte des 16. Jhd. erbaut. Den Wildpark durchziehen zahlreiche Spazierwege mit Ruhebänken.
Auf dem breiten Flanierweg von der Ecke des Platzes vor dem Lustschloss zum Haupttor des Wildparks, am Eingang die Statue des Jan Roháè z Dubé, rechts am Hotel vorbei, nach ca. 100m nach links in die Straße U Hvìzdy am Rand der Wohnsiedlung Petøiny – der ersten Prager Wohnsiedlung. An dessen Rande, steht am ‚Heyrovský-Platz‘ das imposante Gebäude des Instituts für makromolekulare Chemie der Akademie der Wissenschaften der Tsch. Republik. Endhaltestelle der Tramlinien 1 und 18. Die Wohnsiedlung wurde in den Jahren 1958-65 erbaut und wird heute durch modernste Architektur ‚aufgehellt‘ und komplettiert.

1 km auf der lebendigen Geschäftsstraße entlang bis zur größeren Straßenkreuzung mit der Straße Ankarská. Etwa 200m rechts stehen die Reste einer Windmühle (Turm mit Wohnhaus); dann zurück zur Straßenkreuzung und hinter dieser bis zu einem schrofferen Hang mit Treppe oder Pfaden, auf der/denen es zum Hof

Veleslavín hinab geht– dieses große Gehöft war im 16. Jhd. in Besitz von Štìpán Adam von Veleslavín, dessen Sohn Daniel Adam ein bekannter Prager Buchdrucker war – der Ort hat ihm ein Denkmal gewidmet. Seit 1730 steht im Ort ein Schloss, das ab 1903 Anstalt für Geisteskranke und noch später als Lungenheilstätte diente. Der Entwurf für das Schloss stammte wohl von Kilian Ignaz Dienzenhofer; auch das Wasserleitungshäuschen aus dem Jahre 1555, das Teil des ehemal. Burgwasserleitung war, steht unter Denkmalschutz. Diese Baudenkmale befinden sich im unteren älteren Teil des Ortes, in Nähe der Eisenbahnstrecke.

Hinter dem Bahnübergang befindet sich die Haltestelle der Tram-Linien 20 und 26 an der Europa-Straße (Evropská tøída). Gleich hinter ihr beginnt ein weiterer Teil des Stadtbezirks Prag 6 – Vokovice. Dieser ursprünglich nur kleine, von Landwirtschaft, Weinbau und Kleingewerbe geprägte Ort wuchs zwischen den Weltkriegen und auch später zur heutigen Größe an.

Die Strecke am Rande von Petøiny ca. 3,5km, bis nach Veleslavín ca. 5,5km.

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4. Vom Tor Písecká brána über Starý Bubeneè nach Podbaba

Písecká brána/Písek-Tor, Bílek-Villa, Park Na Valech, Bruska, klassische Mietshäuser und Villenviertel von Bubeneè, St.-Gotthardkirche, Park Stromovka, Kaisermühle/Císaøský mlýn, alte Kläranlage, Hotel CROWNE PLAZA, Theater Dejvice

Von der ÖPNV-Haltestelle Hradèanská durch die Straße  K Brusce 250m.
Das Tor Písecká brána aus dem Jahre 1721, einst Teil der Prager Befestigungsanlage. Seinen Namen bekam es von dem bereits nicht mehr existierenden Vorort Písek. Eingekeilt zwischen den Basteien des hl. Georg und der hl. Ludmila (heute auch Straßennamen).

Durch die Mickiewicz-Straße (an einem der Häuser [13] die Büste von Charlotta Masaryková) 200m. Bílek-Villa aus dem Jahre 1911, nach Plänen des Bildhauers und Architekten František Bílek (1872-1941) im Jugendstil errichtet. Ursprünglich auch als Wohn- und Bildhaueratelier. In Verwaltung der Nationalgalerie. Durch den Park Na Valech (in der Umgebung neoklassizistische Mietshäuser) zurück durch die Metro-Unterführung Hradèanská zur Lokalität Bruska – historische Benennung, von nahen gleichnamigen Bahnhof  (heute Dejvice) führte in den Jahren1830-1863 eine Pferdebahn bis nach Kladno. Von dieser Stelle aus breitete sich zur Wende vom 19. zum 20. Jhd. die Mietshausbebauung von Dejvice und Bubeneè aus, die an der Einmündung der Straßen Dejvická und Bubeneèská teilweise erkennbar ist.Von hier bummeln wir durch die Straßen Muchová ulice, die anschließende Slavíèková ulice, links durch die Suchardová ulice und wiederum links Na Zátorce zu einer größeren Straßenkreuzung mit dem Denkmal des Komponisten Karel Bendl. Beim Bummel durch die erwähnten Straßen bekommt man expressive Villen- und Mietshausbebauung vom Ende des 19. und Anfang des 20. Jhd. zu sehen.Von der Kreuzung auf der abschüssigen Pellé-Straße und auf der Straße V Sadech, vorbei an der Lanna-Villa (1871) mit ihrer üppigen Interieurausschmückung zur Lokalität Starý Bubeneè mit den Resten der ursprünglichen Siedlung Pøední Ovenec (von Schafzucht). St.-Gotthardkirche – urspr. romanischer, seit 1801 spätbarocker Kirchenbau mit kleiner Johann-Nepomuk-Kapelle; der angrenzende Friedhof wurde 1888 aufgelöst. Der historische, bis heute betriebene Gasthof Na slamníku, in seiner Umgebung fand die gleichnamige Schneider-Kirmes statt.

Durch die malerische, schroff abfallende Gotthard-Gasse zum Eingangstor des Parks Stromovka – einem ursprünglichen Königswildgatter, das wohl 1268 von Pøemysl Otakar II. gegründet wurde.

 Vorbei am Forsthaus links auf dem breiten Fuß- und Radweg, unter der Eisenbahnbrücke hindurch und weiterhin links unter dem Hügel Pecka bis zum Tor.
Císaøský mlýn (Kaisermühle) – bedeutendes Baudenkmal von kulturellem und industriellem Charakter, Rudolf II. gewidmet. Die begonnene Rekonstruktion liegt derzeit still, man kann also nur einen Blick durch das bewahrte Eingangstor in die ausgedehnte Anlage werfen. Man muss sie auf dem Umgehungsweg (auch Radweg) umgehen und dies bis zur
Straße Papírenská, die in Richtung Podbaba mit einigen Industriedenkmalen und schönen Aussichten auf die Anhöhen Troja und Baba führt. Gleich an ihrem Rande befindet sich das Gelände einer ehemaligen Papierfabrik, die einst zur Kaisermühle gehörte, sowie das bekannte Gebäude der ehemaligen Mauthner-Weberei vom Beginn des 20. Jhd. (Fa. Tetra).
Alte Abwasserkläranlage. Technisches, bauliches und architektonisches Baudenkmal von weltweiter Bedeutung, samt umwelttechnischem Museum und bis heute voll betriebsfähigen Einrichtungen. Hinter ihr, auf der Insel hinter dem Moldauarm, die ausgedehnte Anlage der neuen Abwasserkläranlage. An der ‚Papierstraße‘ (Papírenská) stehen weitere kleinere Betriebe, wie z.B. das Unternehmen Ergon, das orthopädische Hilfsmittel (früher auch Kontaktlinsen) herstellt, an der linken Straßenseite steht die Villa des Fabrikanten Mauthner.
Am Ende der ‚Papírenskᑠbefindet sich die Gasse der Mauthner-Arbeitermietshäuser – schon lange vor Baa sorgte dieser Fabrikant für die Wohnungen seiner Angestellten. Das Kolorit dieses Gässchens war dankbares Filmmotiv – so bei den Streifen ‚Alte Kriminalfälle‘ oder Šakalí léta. Vom Straßenrand öffnet sich stromabwärts der Blick auf das Gebäude des Forschungsinstituts für Wasserwirtschaft und die heute bereits 100 Jahre alte Schleuse.

Durch den Bahnuntergang am Ende der Gasse zur Lokalität Podbaba, die sich als Teil von Dejvice stromabwärts fortsetzt. Die Dominante dieses Ortes ist das im Baustil des sog. Sozrealismus erbaute Hotel CROWNE PLAZA, das zur Mitte des 20. Jhd. Militärangehörigen diente und später unter dem Namen Hotel International bekannt wurde. In der nahen Umgebung die Gebäude der ehemaligen Mälzerei mit ihren charakteristischen Schornsteinen, die Sportanlage Juliska und die Omnibus-Großgaragen aus der Zeit zwischen den Weltkriegen. An der Tram auf der Straße ‚Tø. jug. Partyzánù’ entlang nach ca. 200m nach rechts in die Straße Zelená, an deren linken Seite das Dejvice -Theater, das erste nach 1989 in Prag gegründete Theater, das in seiner Bedeutung die Grenzen von Prag 6 sprengt. Der gesamte Spaziergang misst ca. 5km – man kann ihn in Starý Bubeneè abbrechen und am angrenzenden Platz Sibiøské námìstí die Buslinie 131verwenden; in Stromovka hinter der Eisenbahnbrücke lohnt es sich, eine Stippvisite zum malerischen Winkel am ‚Kleinen Flüsschen‘ – Malá øíèka zu machen.

 

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5. Streifzug durch Hanspaulka und Staré Dejvice

Boøislavka, Pernikáøka, Zlatnice, Horní Šárka, Zavadilka, Schlösschen Hanspaulka, Hotel Praha, Hadovka, Staré Dejvice, Wenzelskapelle

 

Hanspaulka ist eine ausgedehnte Anhöhe über Dejvice mit auffälligen Bauwerken aus dem 18. und 19. Jhd., heute überwiegend mit Villen und Familienhäusern aus der Zeit zwischen den Weltkriegen. Die Straßennamen erinnern an einstige, zahlreiche Weingärten.

 

Die 4. Tram-Haltestelle vom Siegesplatz (Vítìzné námìstí) Boøislavka (auch Endhaltestelle der Buslinie 131 von Hradèanská). Die größere Straßenkreuzung der Ausfallmagistrale ‚Evropskᑠmit einigen Straßen von Hanspaulka und Oøechovka.

 

Von Boøislavka ca. 100 m durch die rechts ansteigende Straße Na Pískách hinauf und nach links durch die Stufengasse bis zum Anwesen Pernikáøka (wohl aus dem 16. Jhd.), das im 19. Jhd. zum Sommersitz umgebaut wurde, den abschüssigen Garten mit Kapelle umschließt eine ursprüngliche Wand aus Pläner.

 

Weiter auf der Straße Na Pernikáøce und dem anknüpfenden Pfad zwischen den Villen und über die Anhöhe zum Rand der Straße Na Pahoubce zur Lokalität
Zlatnice, nach links, ca. 150 m auf einem Waldweg am Hang entlang bis zum felsigen Kamm mit Ausblick auf Nebušice und Jenerálka; geschütztes Naturgebilde mit Heide und Waldsteppe. Zurück zur Straße Na Pahoubce, unter dieser am Weg Zlatnice Reste dieses ehemaligen Anwesens und Gasthofs Šipkapas, der aus der Literatur als Treffpunkt deutscher Studenten bekannt ist. Von der Straße Na Pahoubce dem roten Wanderzeichen folgend auf einem bequemen Waldpfad entlang, rechter Hand ein Villenviertel, linker Hand die Hänge des Šárka-Tales. Vor einem Kinderspielplatz zweigt ein 100 m langer Pfad zu Ruhebänken mit Aussicht auf das Šárka-Tal ab. Horní Šárka – Lokalität mit kleiner Kirche und weiteren Gehöften, nahe des Spazierweges vom Siegesplatz (Vítìzné nám.) zur Matthiaskirche. Durch die Straße Na Kodymce mit Kiefernallee und nach rechts in die ‚Šáreckᑠund auf dieser links das Objekt Zavadilka, das ehemalige Kulturzentrum und Gasthof, heute Hotel Zlatá Praha.

Am Ende der Straße nach rechts in die Šárecká-Straße und auf dieser links

das Schlösschen Hanspaulka – benannt nach seinem Erbauer Hans Paul Hipmann, ursprünglich eines der größten Anwesen von Dejvice aus dem Jahre 1733, ausgedehnte Weingärten. Früher Archäologiemuseum von A. Jíra. Panoramablick auf Prag 6.

Aufstieg über das Schlösschen hinauf nach links in die Straßen Fetrovská und anschl. Sušická, vorbei am Gebäude der Grundschule bis zum Hotel Praha – einem der großen und namhaften Hotels von Prag 6 mit beeindruckender Architektur und weitläufiger Gartenanlage. Durch die Straße Sušická und die Querstraße U Hadovky geht es nun an einer Kapelle vorbei zum Anwesen Hadovka hinab – einem ursprünglich ausgedehnten Weingut im Stil der englischen Neogotik und heute Residenz der kanadischen Botschaft. Sein Name entstand durch die ‚Vertschechischung‘ des Namens seines früheren Besitzers F. Serpente an Ende des 17. Jhd.

Über den Fußgängerübergang über die ‚Evropská tøída‘ und vorbei an einem Hochhaus geht es nun talwärts zur Lokalität Staré Dejvice. Diese ursprüngliche Siedlung wird bereits 1088 als Besitz des Vyšehrader Kapitels erwähnt, welches es sich später mit dem Propst des Veitsdomes teilte – daher auch der Name der hiesigen Straße ‚Proboštská‘.

 An diese Vergangenheit erinnert heute nur noch der Probsthof vom Beginn des 19. Jhd., wo sich auch das Pröbstliche Brauhaus und vor allem die Kapelle des hl. Wenzel aus dem 18. Jhd. befanden.

Der gesamte, bequeme Spaziergang durch stille Straßen und Gärten misst ca. 4,5 km. Aus Staré Dejvice kann man von der hiesigen Tram-Haltestelle Hadovka ins Zentrum von Dejvice zurückkehren; man kann aber auch bequem zu Fuß durch die Straße Velvarská zum Siegesplatz (Vítìzné námìstí) zurückbummeln, dabei kommt man am eleganten Gebäude des ehemaligen Beneš-Gymnasiums, der Telefonzentrale und einem weiteren großen Hotel von Dejvice vorbei – dem Hotel Diplomat.

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6. Sehenswürdigkeiten und Architektur von Støešovice und Oøechovka

Militärkrankenhaus, Kirchen von Støešovice, Staré Støešovice, Müller-Villa, Oøechovka – Platz Macharovo námìstí und namhafte Villen, Museum des Städtischen Personennahverkehrs

Erstmals wird Støešovice im Jahre 993 erwähnt. Einst gab es hier zahlreiche Weinberge, ein paar Ziegeleien und Pläner-Steinbrüche. 1922 wurde es in Prag eingemeindet, in den 20er und 30er Jahren des 20. Jhd. setzte ein enormer Bauboom, namentlich von Villen ein.
Mit der Tram von Hradèanská (1 und 18) oder vom Siegesplatz (Vítìzné námìstí (2) bis zur Haltestelle Vojenská nemocnice (Militärkrankenhaus). Im Jahre 1938 eröffnet, wurde es nach dem 2. Weltkrieg großzügig ausgebaut. Zum Haupteingang des weitläufigen Geländes durch die Straße ‚U šesté baterie‘ und dann nach rechts.
Durch die Straße U šesté baterie (als Prag anno 1757 von den Preußen belagert wurde, befand sich hier die 6. Batterie) in Richtung Zentrum, weite Ausblicke, links das Naturdenkmal Støešovické skály (Støešovice-Felsen). Durch diese Straße zum Platz ‚Pøed bateriemi‘ (Vor den Batterien) inmitten des Parks. Bethaus der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder, im funktionalistischen Stil erbaut in den Jahren 1737-39 von Architekt Kozák.

In gleicher Richtung durch die Sibeliova-Straße bis zur St. Norbert-Kirche, dem Wahrzeichen von Støešovice aus dem Jahre 1891.

Durch die Straße Norbertov hinab zur Lokalität Staré Støešovice, malerisches Milieu mit einigen hübschen Gassen und Dorfhäusern, saniertem Glockenturm, historischer und heutiger Gastwirtschaft.

Durch die Straße ‚Nad hradním vodojemem‘ zur Müller-Villa, die 1930 vom Wiener Architekten Loos an diesem Vorsprung über der Straßenbahnlinie erbaut wurde. Sie wird als Gipfelwerk der konstruktivistischen, schmucklosen Architektur angesehen, in letzter Zeit werden auch ihre Innenräume zu ihrem ursprünglichen Aussehen rekonstruiert.

Wir überqueren die Straße Støešovická und bummeln auf der westlichen Straße durch den Park zum Platz Macharovo námìstí, dem Zentrum des Villenviertels Oøechovka. An seinem Bau beteiligten sich führende tschechische Architekten. Auch namhafte tschechische Künstler wohnten hier (z.B. die Maler Filla, Beneš und Špála). Das Villenviertel entstand überwiegend in der Zeit zwischen den Weltkriegen.

Auf der Straße Na Oøechovce bis zu deren Ende, wo sich im hiesigen Depot das
Museum des städtischen Personennahverkehrs (Verkehrsmuseum) mit einzigartiger Sammlung aller möglichen Arten historischer Fahrzeuge befindet. Es ist von Frühjahr bis Herbst an allen Samstagen, Sonn- und Feiertagen zu besichtigen.

Die gesamte, wenig anstrengende Strecke misst ca. 3 km. Vom ‚Verkehrsmuseum‘ mit der Straßenbahn, man kann aber auch durch die Villenstraße ‚Pevnostní‘ bis zur Evropská tøída in der Nähe des Siegesplatzes (Vítìzné námìstí) gehen.

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7. Durch das Šárka-Tal von Liboc nach Podbaba

Liboc, Talsperre, Klamm Džbán (Krug), Dívèí skok (Mädchensprung), Èertùv mlýn (Teufelsmühle), Želivka, Vizerka, Jenerálka, ehemal. Dubský mlýn, Anwesen und Mühlen in Tichá Šárka

Das Šárka-Tal (sprich Schaarka) ist ein bewaldetes aber auch felsiges Tal, dass sich in Länge von ca. 12 km an den Ufern des gleichnamigen Baches (Šárecký potok) hinzieht. Es ist reich an einzigartiger Fauna und Flora sowie an Naturgebilden und ist darüber hinaus eine wahre Fundgrube archäologischer Erkenntnisse. Es unterteilt sich in die ‚Wilde Šárka‘ (Divoká Šárka ) und hinter der Siedlung Jenerálka dann in die ‚Stille Šárka‘ (Tichá Šárka). Das gesamte Gebiet wurde zum Naturpark mit Reservaten, zahlreichen Naturdenkmalen und Lehrpfaden ausgerufen.

Von der Tram-Endhaltestelle in Liboc (20, 26) auf der Straße oder über die Stufen zum Naherholungsgebiet am Stausee Džbán mit seiner Wasserfläche von 15ha und 9 m hohem und 72 m langen Staudamm hinab. Seit den 60er Jahren des 20. Jhd. dient dieser Komplex zu verschiedensten Sport- und Erholungszwecken.

Gleich unterhalb des Staudammes befindet sich der Eingang zur Felsklamm Džbán, die der hiesige Bach aus dem Kieselschiefer gehöhlt hat. Linker Hand der Šesták-Felsen, rechter Hand der Kozák-Felsen. Auf deren Gipfelplateaus wurden prähistorische und anschließend slawische Siedlungen ausgegraben.

Durch die Klamm und entlang der Bachwindungen bis zur Stelle Dívèí skok (Mädchensprung) – einer Felsklippe über dem Freibad mit Quellwasser, die nach einer Sage von Ctirad und Šárka benannt ist. Unterhalb des Freibades ein traditionelles Gartenrestaurant.

Weiter am Bach entlang zur Teufelsmühle - Èertùv mlýn, einem ehemaligen Anwesen mit Gasthof aus der 2. Hälfte des 18. Jhd., hinter diesem ein ‚Steinmeer‘. An der rechten Talseite über den Felsen befand sich in den Jahren 1913-1922 auf einem (heute bewaldeten) Rasenplateau eine Naturbühne für 10 Tsd. Zuschauer. Želivka – ein ehemaliges Anwesen mit Gasthof an der linken Bachseite, über dessen Eingang ein Bild, das Šárka’s List symbolisiert.

Nicht vom Bach abweichen, denn nun folgt noch das kleinere Gehöft Vizerka, über dem sich Waldsteppe ausbreitet, rings um den Weg breitet sich eine Talflur mit ursprünglichen Weide- und Erlenauen aus.

An der linken Seite umgehen wir einen felsigen Kieselschiefer-Härtling mit Steppen-Pflanzengesellschaften und kleiner Höhle und gelangen zur Stelle Jenerálka – einer kleinen Siedlung an der belebten Straße nach Kralupy mit Schloss vom Ende des 18. Jhd., einst Sitz eines Teils des österreichischen Generalstabs (davon der Name der Siedlung), zwischen den Weltkriegen Veteranenheim, später Sitz des Forschungsinstituts und heute Sitz des Baptisten-Seminars. Am gleichen Ort ein Johann-Nepomuk-Kirchlein aus dem Jahre 1719 anstelle einer früheren Kapelle und eines Pestfriedhofs. In dieser Lokalität befindet sich eine reiche archäologische Fundstätte, früher gab es hier Ziegeleien und Weinberge.Von Jenerálka gibt es eine gute Busverbindung nach Dejvice. Wer die ‚Wilde Šárka‘ (Divoká Šárka) besser kennen lernen möchte, sollte dem roten Wanderzweichen folgen – von der Talsperre bergan zum Kozák-Felsen und vorbei an weiteren Felsgipfeln nach Vokovice, oder vom Mädchensprung (Dívèí skok) vorbei am Forsthaus Pohádka nach Nebušice.

Hinter dem Einkaufspavillon in Jenerálka zum Bach Nebušický potok hinab und auf dem gelb markierten Waldpfad durch die hiesigen Gärten zum Teich ‚Dubák‘, der vom Šárecký potok gespeist wird und unter dem einst eine gleichnamige Mühle stand, die dem Musikdichter Mysliveèek gehörte. Hinter dem Teich zu einer wenig belebten Straße und auf dieser links, ohne abzuzweigen, durch das Tal der Stillen Šárka. An diesem Sträßchen der Reihe nach: Links die Kalina-Mühle (auch ‚Zur letzten Münze‘ genannt); hinter der Rechts- und Linksbiegung der Straße steht rechts hinter Bäumen versteckt ein kleines Schlösschen und rechts der Straße eine weitere Mühle, treffend ‚Mlýnek-Mühlchen‘ genannt, einst Manufaktur für Messinggegenstände, Wasserquelle für Horní Šárka und berühmtes Gasthaus dazu. Das Anwesen Heømanùv dvùr aus dem 17. Jhd., mit Sonnenuhr und einem weiteren Gartenrestaurant – ‚Podháj‘.Das Anwesen Šatovka, dessen Namen von seinem ehemaligen Besitzer de Chateau, einem Schneidermeister aus dem 17. Jhd. herrührt, weiterhin gibt es hier ein Freibad mit Quellwasser, noch vor dem Anwesen Šatovka in der Straßenbiegung das Anwesen Zuzanka.

Weiter an der Straße entlang ein weitere Anwesen – Žežulka bzw. Pulkrábka, danach die Kreuzung
Bøetislavka mit Abzweigung nach Lysolaje (2km lange, romantische Sandsteinschlucht Housle), an der ‚Bøetislavka‘ ein in Betrieb befindliches Gasthaus mit denkwürdigem Glockentürmchen.

Hier endet das Tal der ‚Stillen Šárka‘ (Tichá Šárka) und der alte Teil von Podbaba, der Ortsteil von Dejvice, weiter am Bachlauf entlang zwischen der ursprünglichen Häuser- und Villenbebauung zur Eisenbahnbrücke, dahinter die Bushaltestelle mit guter Verbindung zum Zentrum von Dejvice.

Die ganze Wanderung durch das Šárka-Tal misst ca. 12km und lässt sich in Etappen einteilen – in Jenerálka und Tichá Šárka kann man an einigen Stellen rechts von der Straße nach Hanspaulka hinauflaufen. In Tichá Šárka kommen Busse vorbei.

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